Frauenhass im Inkognitomodus

Triggerwarnung: Dieser Text enthält teils explizite Beschreibungen s**ueller Gewalt und ihren psychischen Folgen. Wenn du selbst Erfahrungen damit gemacht hast, überlege dir gut, ob und warum du dich mit dem Thema beschäftigen willst und ob du mit den Gefühlen umgehen kannst, die eventuell in dir aufkommen.

Werden Frauen auf dieser Welt gehasst?
Außer FeministInnen, werden diese Frage die wenigsten so einfach mit Ja beantworten.
Das sei „kompliziert“ „uneindeutig“ Frauen „seien einfach so“ „Mädchen mögen halt pink“ „Frauen kochen eben gerne“.
Uns ist allen klar, dass Geschlechterstereotype mit Frauenhass zusammenhängen. Aber Diskussionen über Geschlechterstereotype können das Thema Feminismus als ein akademisches Feld aus Meinungsverschiedenheiten, Grautönen und Uneindeutigkeiten erscheinen lassen. Aber das ist Feminismus nicht. Feminismus ist ein Lebenszeichen von Frauen, die in dieser Gesellschaft systematisch zu halb toten Menschen erzogen werden. Die durch Gewalt und konsistente Grenzüberschreitungen in einem Zustand der kollektiven Lähmung leben. Die sich selbst abtöten, um in diesem System ihren „Frieden“ zu finden.
Die weibliche Lähmung drückt sich zum Beispiel darin aus, dass wir als weiblicher Teil der Gesellschaft über das ekelhafteste Verbrechen, das uns im digitalen Zeitalter angetan wird, größtenteils schweigen.
Unsere Sexualität wird systematisch unterdrückt, durch eine Pornoindustrie, die Frauen zu Sklavinnen männlicher Zerstörungswut macht. Pornoseiten gehören zu den am meisten angeklickten Websites auf der ganzen Welt.
Sie sind ein offenes Geheimnis, sie sind der Dreck, den man als Gesellschaft liebend gerne unter den Teppich kehrt. Deshalb möchte ich den Dreck jetzt mal ein wenig hervorholen.
Für einen ersten groben Überblick:
In einer Studie aus dem Jahre 2006 „Aggression and sexual behavior in best-selling pornography: A content analysis update“ untersuchte eine Arbeitsgruppe um die amerikanischen Medienwissenschaftler Robert Wosnitzer, Erica Scharrer und Ana Bridges die Darstellung von Gewalt, Erniedrigung und Sexualverhalten in den beliebtesten pornografischen Mainstream-Videos. 88,2 % aller untersuchten Szenen stellten physische Aggression dar, wobei die häufigsten Gewaltakte Spanking (Hinternversohlen: 35,7 %), Gagging (Würgen: 27,7 %) und Open-hand slapping (Schläge mit offener Hand: 14,9 %) waren. Verbale Aggression, insbesondere Beschimpfungen, war in 48 % aller untersuchten Szenen vorhanden. 94 % aller Gewalthandlungen – sowohl physischer als auch verbaler Natur – waren gegen Frauen gerichtet. In vier Prozent der Fälle waren Männer Opfer von aggressiven Handlungen durch Frauen und 0,6 % von Gewaltakten durch Männer. 95,2 % der Opfer reagierten neutral oder mit Äußerungen des Vergnügens, wobei Männer im Vergleich zu Frauen viermal häufiger mit Missfallen reagierten, wenn Gewalthandlungen gegen sie gerichtet waren. Doch diese Studie ist aus dem Jahr 2006.
Wie sieht das heute aus? Im Jahr 2021?
Achtung, jetzt wird es unangenehm:
Ich beschreibe das folgende nicht, um selber voyeuristisch zu sein, sondern ich möchte die gewaltvolle Realität von Pornos aus dem Kontext der sexuellen Erregung holen. Damit hole ich sie an die Oberfläche unserer Gesellschaft, dorthin wo wir schwesterlich und brüderlich angeblich Grundprinzipien von menschlicher Würde und Wert vertreten.
„Pornogrund“ ist die erste Website, die man findet, wenn man nach dem Wort „Porno“ googelt (Abgerufen am 14.01.2021).
Auf der Startseite der Website finden sich folgende Kategorien, natürlich mit entsprechenden Cover-Bildchen:
„Schulmädchen“- Auf diesem Cover sieht man drei undefinierbar junge Frauen, die die Beine für einen Mann breit machen.
„Großer Arsch“- Man sieht wie eine ganze Hand in den Hintern einer Frau geschoben wird.
„Gangbang“- Drei Männer ficken eine Frau.
„Folter“- Eine Frau ist auf einem Tisch festgebunden, sie weint.
„BDSM“- Eine gefesselte Frau gibt einen Blowjob.
„Bestrafung“- Eine Frau ist auf irgendeiner Oberfläche festgebunden.
„Alter Mann“- ein alter Mann sabbert die Brüste eines undefinierbar jungen Mädchens voll.
„Vater und Tochter“- ein alter Mann fickt ein undefinierbar junges Mädchen.
„Teen“- Man sieht einen alten Mann, auf dessen Schoß ein undefinierbar junges Mädchen sitzt.
„Gefesselt“- Eine gefesselte Frau wird gegen einen Spind gedrückt und gefickt.
„Devot“- eine junge Frau steht irgendeiner tatschenden Hand zur Verfügung.
Weitere Kategorien sind: Dienstmädchen, Extrem, Harter Schmerz, Erniedrigung.
Das was ich persönlich fast am schlimmsten finde kommt jetzt:
„Erstes Mal“- auf dem Cover sieht man einen mit Blut verschmierten Penis.

Ich frage mich, wessen Blut das ist. Ich frage mich, ob es sehr weh getan hat und ich frage mich, ob sie danach irgendwo hingehen konnte. Ob sie duschen konnte und ob sie einen Ort hatte, wo man mit ihr gesprochen hat. Ob sie darüber sprechen konnte? Ob sie schlafen konnte?

Der Pornodreck, der das Internet geflutet hat, beschämt uns zutiefst. Gleichzeitig ist er ein großer Teil unserer Gesellschaft. PornHub hat so viele Klickzahlen wie der Internetriese Amazon.
Es ist ein offenes Geheimnis, über das man besser schweigt. Ein Kulturgut das uns alle angeht- ein millionenfacher Massenmissbrauch auf Video. Festgehalten in der ewigen Dauerschleife des Internets. Hier werden Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zu Sklavinnen gemacht- zu ultimativen Objekten, in der sogar ihr realer Tod sie nicht mehr davor retten kann, vor und von den Augen der Weltöffentlichkeit weiter benutzt zu werden.

Mainstream-Pornografie ist ein kollektiver Verrat an Frauen als menschliche Wesen. An Frauen als Freundinnen, Klassenkameradinnen, Schwestern, Müttern, Omas, Tanten, Mitstudierenden oder Kolleginnen.
Mädchen und Frauen werden massenweise und weltweit alleingelassen. Mit Männern in Schlafzimmern, in einer Männerwelt, in der jede Wand, die man umstößt, doch nur die nächste Mauer aus männlichen Definitionen bedeutet. Eine Welt, in der Frauen kein Zentrum in sich haben, das ihnen erlauben würde eine eigene Sexualität zu entwickeln, die nicht komplett an dem Schwanz des Gegenübers ausgerichtet ist. Frauen brauchen ein Zentrum in sich, in dem das Kritisieren von Pornografie kein spießiger Altfrauen Feminismus ist. Sondern eine selbstverständliche Reaktion auf Menschenverachtendes, massenweises masturbieren auf das Leid von Frauen und Mädchen (!)
Wir müssen auf einer Welt bestehen, in der das Gefühl von Unwohlsein in uns Frauen dieselbe Existenzberechtigung hat, wie ein Mann, der Kritik an Pornografie einfach weglachen kann.
Der sich durch den selbstverständlichen Ton in seiner Stimme auf eine Normalität beziehen kann, die Frauen niemals aktiv als ganze Menschen mitgestaltet haben.
Mit ein wenig Spott über realitätsferne Gefühlsausbrüche, können Männer eine „Objektivität“ herstellen, die nichts als ein Haufen Frauenverachtender, Menschenverachtender (die Worte scheinen oft nicht dieselbe Wirkung zu haben) dreckiger Scheiße ist.
Die Leichtigkeit, mit der ein Mann die berechtigten Gefühle einer Frau beiseite wischen kann ist erschreckend und ein Zeichen dafür, wie groß die Schlucht zwischen unserem heutigen Zustand und wirklicher Gleichheit tatsächlich ist.
Wir machen als Frauen kollektiv die Erfahrung, nicht ernst genommen zu werden, wenn wir Frauenfeindlichkeit zu Sprache bringen. Als seien wir hypersensibel und als hätten wir bloß irrationale Frauenprobleme. Doch wir haben keine Frauenprobleme- Frauenprobleme sind keine Frauenprobleme. Es gab sie nie. Wir haben Probleme damit, wenn Männer uns wie Dreck behandeln.
Es ist wie ein ewiges Missverständnis, wenn wir Männern begegnen. Dieses kleine Missverständnis, das wir geradebiegen müssen: „Hey, ich bin ein Mensch und kein Stück Dreck. Ich bin ein Mensch und kein Mittel zu deinem Zweck. Ich bin ein Mensch und nicht ein Medium, durch das du dich befriedigen kannst.“ Wir haben keine Frauenprobleme. Wir haben Männerprobleme. Denn Männer haben Probleme mit uns Frauen und schieben es dann uns in die Schuhe. Und wir schieben es uns auch noch selbst in die Schuhe, bis wir nicht mehr in unseren eigenen Schuhen laufen können. Männer haben Probleme Mit Frauenkörpern, die sie vielleicht deshalb zerstören müssen, weil sie so gruselig warm und lebendig sind. Frauenprobleme spiegeln immer nur die Probleme, die Männer einer gewissen Epoche und eines gewissen Kulturraums mit „ihren“ Frauen haben. Ein geschicktes Umdrehen des Verhältnisses erschafft wieder einmal das Bild des ewig irrationalen übersensibelen Mädchens, das sich das Leben nur selbst schwer macht.
Doch das ist eine Lüge. Es ist eine Geschichte, die Männer erzählen, um Frauen zum Schweigen zu bringen, oder wenigstens um die Worte, die Frauen sagen, nicht ernst nehmen zu müssen. Auf was für eine Art und Weise muss eine Frau, muss ein Mädchen sprechen, damit sie gehört wird? Zeigt sie Gefühle, ist sie hysterisch. Zeigt sie keine, ist das Thema akademisches Geschwafel. Was bleibt Frauen noch übrig, als zu schweigen? Oder zu schreien?
Wie sehr kann Deutschland ein Mädchen hassen, dass es kollektiv auf ihr Blut masturbiert?
Was hat dieses Mädchen getan, um das zu verdienen?
Wer ist sie? Wo ist sie? Wo ist die Gesellschaft, die diese Gewalt als eine spezifische Form der Gewalt anerkennt? Die ihr den Schutz aus Worten und aus Anerkennung geben könnte, der essenziell wäre, für ihre körperliche und psychische Unversehrtheit? Hätte es diesen Schutz aus frauen-freundlichen Worten und Konzepten für sie gegeben, hätte sie das mitnehmen können auf ihren Weg! Wie einen Regenschirm auf den Weg zur Schule. Hätte sie Frauenfreundlichkeit mit auf den Weg bekommen, wäre sie wahrscheinlich nicht in einem Porno gelandet, in dem der Mann ihr Blut wie eine Trophäe der ganzen Welt zur Schau stellt. Die traurige Wahrheit ist: unsere Gesellschaft bietet keinen Schutz für Mädchen und Frauen. Sie bietet keine Regenschirme aus Ideen von inhärentem weiblichen Wert. Wenn du als Frau oder Mädchen ein Selbstbewusstsein in dieser Gesellschaft hast, dann nicht weil du eine Frau oder ein Mädchen bist, sondern trotzdem.
Warum wird dieses Mädchen so verachtet?

Andrea Dworkin, Radikalfeministin und von den 70er Jahren bis in die frühen 2000er unter anderem als Schriftstellerin sehr aktiv, hatte darauf eine eindeutige Antwort.
In Ihrer Rede „Woman hating right and left“ aus dem Jahr 1987 sagte sie:
„Es gibt nur einen Grund [für Gewalt an Frauen] und dieser Grund ist, dass wir Frauen sind. (…)
Du kannst auf dieser Welt alles tun um eine sogenannte „gute Frau“ zu sein. Wenn du aber in deinem privaten Haushalt mit deinem privaten Ehemann lebst (…) und dieser Mann anfängt dich zu schlagen, dann schlägt er dich, weil du schlecht bist. Die Prämisse, die dieser Gesellschaft zugrunde liegt, ist die, dass (…) Frauen schlecht sind.
Dass wir eine schlechte Natur haben und dass wir es verdient haben, bestraft zu werden. Wir können sehen, wie sich das in Institutionen manifestiert, aber ich fordere euch auf, es mit Pornografie in Verbindung zu setzen. Denn in der Pornografie gibt es nichts, das einer Frau angetan werden kann, das sie jemals genug dafür bestrafen könnte, dass sie eine Frau ist. Die zugrunde liegende Natur ihrer Existenz sei, dass sie sexuelle Befriedigung aus ihrer Bestrafung erlange. Du musst in dieser Welt nicht danach fragen ein „böses Mädchen“ zu sein. Wenn du unter männlicher Vorherrschaft lebst, dann bist du immer ein „böses Mädchen“. Denn das was hassenswert in dir ist, es wird beschrieben als etwas das in dir steckt, ist der Grund, den Männer haben, dich zu verletzen. Ein Mann, der Gewalt an einer Frau ausübt, sagt niemals: „Ich schlage ein menschliches Wesen und ich verletze dieses menschliche Wesen.“ Dieser Mann sagt: „Ich bestrafe eine Schlampe. Ich bestrafe eine Hure.“
Frauenhass funktioniert wie ein gesellschaftlicher Fluch. Eine Selbsterfüllende Prophezeiung, ein sinnloser Blutrausch, ein sinnloser sich selbst verstärkender Exzess, der nichts als Zerstörung bereitet. Zerstörung und eine pervertierte Art der Lebensfreude. Zerstörungsfreude.
Frauenhass ist in allen Gesellschaften dieser Welt manifestiert. In Form von Pornografie, Prostitution, Verschleierung, Genitalverstümmelung, Vergewaltigung, Femiziden und Missbrauch.
Doch die Gründe für den Hass werden immer in der Frau lokalisiert. Als sei nicht der Hass auf sie ein Fluch, sondern als trage sie den Fluch in sich, als habe sie den Hass in ihrem Gegenüber zu verantworten. Männlicher Hass wird im Körper der Frau bekämpft- durch ihre Widerstandskraft überlebt er.
Ein logischer Gedanke wäre, dass man durch weibliche Selbstaufgabe diesem Hass entfliehen könne. Aber oh Gott, bitte nicht! Das ist natürlich eine Sackgasse!
Doch wie kann es sein, dass unsere Gesellschaft so extrem Frauenverachtend ist, obwohl sie zur Hälfte aus Frauen besteht?
Wenn man an die tausend kleinen Erniedrigungen denkt, denen eine Frau in einem Mainstream Porno innerhalb von kürzester Zeit ausgesetzt ist, dann könnte man anfangen zu denken, eine Frau hätte so etwas wie einen bestimmten Filter in sich, der das alles für sie erträglich mache. So etwas, wie einen Frauenfilter. In der Haut oder im Herzen, durch den sie die Gemeinheit der Berührungen, die subtilen Erniedrigungen wie ein Trampolin einfach abfedern würde. Doch dieser Filter, dieser Schutz existiert nicht. So etwas hat nie existiert. Frauen und Mädchen geraten kollektiv in Situationen der Erniedrigung, weil wir in einem Patriarchat nie zu ganzen Personen herangewachsen sind. Eine weibliche Teenager Zeit besteht daraus, sich schön zu machen. Anstatt einfach nur zu sein- und wer uns schön findet, hat Glück.
Das Ausmaß des ganzen Problems ist so immens, dass die Grenzen von weiblicher Selbstzerstörung und männlichem Frauenhass schon lange tief ineinander verschmolzen sind. So tief wie millionenfacher Deep Throat,
so zerstörerisch wie die Folterung einer Frau unter den Augen der Weltöffentlichkeit.
Gerade weil die Grenzen von weiblichem Selbsthass und männlicher Frauenverachtung so tief verwoben sind, brauchen wir einen mutigen und starken Feminismus. Eine Opposition der Frauenliebe, die an den Wert eines Mädchens glaubt, wenn es sonst niemand tut. Eine Opposition, die sich nicht davon abbringen lässt, dass die Freiheit eines Mädchens niemals in ihrer Erniedrigung, in ihrem Schmerz oder ihrer Selbstaufgabe liegen kann.

Doch das mit der Folterung, ist das nicht alles ein Spiel? Kann man da wirklich von Folter reden? Spiele sind doch nicht ernst gemeint und spiele sind außerdem fair!
Diese Frage nach dem Spiel bei der Pornografie ist extrem vielschichtig, weshalb in der Diskussion über Pornografie verschiedene Ebenen häufig durcheinander geworfen werden, oder gar nicht erst betrachtet werden und am Ende sagen Leute „PorYes“ während junge Frauen, öffentlich zur Schau gestellt, an Schwänzen in der Kehle fast ersticken.
Und dann lächeln.
Ich finde die Antworten auf die Frage, ob Pornografie, so wie sie in unserer Gesellschaft gelebt wird, ein Spiel ist, durchgehend sehr eindeutig.
Wir müssen das Problem auf mehreren Ebenen analysieren:
Erstens: Welche Art von „Spiel“ wird gespielt?
Zweitens: Was ist die globale Realität innerhalb derer „gespielt“ wird? Drittens: Innerhalb welcher spezifischen Realität wird „gespielt“?
Viertens: vor wessen Kamera und durch wessen Regie wird das „Spiel“ bestimmt?
Diese Fragen sind einfach zu beantworten:
Erstens: Die Handlung des „Spiels“ ist Unterdrückung, was sich in der Art und Weise zeigt, wie mit Frauen in Pornos umgegangen wird. (Haare ziehen, Schwanz so tief wie möglich in den Mund, ins Gesicht schlagen)
Es zeigt sich aber auch im buchstäblichen Höhepunkt der Handlung:
Dem männlichen Orgasmus, dessen Ergebnis dann in Form von Sperma gerne mal im Gesicht der Frau landet. Als sei das Gesicht der Frau eine erogene Zone die durch Sperma stimuliert wird- ich muss die Männerwelt enttäuschen, da müsste man woanders ansetzen.
Auch die globale Realität in welcher diese Art der Pornografie als Unterhaltungsmittel überhaupt erst entsteht, ist voll Ungleichheit. Es ist eine Realität der gesellschaftlichen Minderstellung von Frauen: Frauen haben materielle Nachteile durch die angeblich biologische Determiniertheit einer unbezahlten Mutterrolle, sowie durch eine Abwertung sozialer Berufe, die die Verlagerungen der weiblichen unbezahlten, privaten Dienerinnenrolle in eine bezahlte Dienerinnenrolle in einer Dienstleistungsgesellschaft ist.
Durch das Leben im privaten, das häufig mit finanziellen Abhängigkeiten verknüpft ist, haben wir Frauen dann wiederum eine besondere Verwundbarkeit für Missbrauch, Vergewaltigung und Abhängigkeitsbeziehungen.
Die spezifische Realität hinter den Videos ist die, dass die Darstellerinnen oft durch Menschenhandel erst in ihre Positionen geraten sind. Aber das muss absolut nicht gegeben sein, damit Frauen sich in Verstrickungen und Abhängigkeiten wiederfinden. Wir leben in einem Patriarchat, es wird keine Gewalt benötigt um Frauen auszunutzen. Das Patriarchat als System ist die Gewalt.
Die Abhängigkeiten in denen sich die weiblichen Menschen in diesen Videos gegebenenfalls befinden, können in ihrer Realität gar nicht erfasst werden, besonders nicht in der Flut von Internet Pornografie.
Das sagt uns aber etwas anderes über die Voraussetzungen des „Spiels“ der Pornografie: Internetpornografie ist sehr anonym und deshalb unkontrollierbar und nicht nachvollziehbar in seinen konkreten Entstehungsbedingungen. Internet Pornoseiten sind Kontrollfreie, Moralfreie, Kommunikationslose, anonyme, öffentliche Räume mitten unter uns. Ein gemachtes Nest für sexuellen Missbrauch, Ausbeutung und Vergewaltigung. Damit diese Räume nicht in uns entstehen, müssen wir die Wände aus Schweigen brechen.
Die letzte Ebene der Analyse, wenn wir wissen wollen ob die Pornografie auch nur im geringsten ein Spiel ist, ist die der Kameramenschen und Regisseure: Es ist keine große Überraschung, dass auch die fast durchgehend Männer sind.
Wenn also ein „Spiel“ auf dem Boden einer ungleichen Gesellschaft entsteht, gleichzeitig der Inhalt des „Spiels“ Unterdrückung ist und dieses Spiel von männlichen Regisseuren bestimmt wird, während die persönlichen Hintergründe der weiblichen Menschen, die in diesen Videos erniedrigt werden, absolut intransparent bleiben, dann ist das Wort des „Spiels“ nichts weiter als die Tarnung für eine Unterdrückungsmaschinerie. Diese ist oh wunder- eine kapitalistische Riesenmaschine in unserer zutiefst kapitalistischen Gesellschaft.
„MindGeek“ ist ein Unternehmen, das alleine im Jahr 2015 460 Millionen Euro Umsatz gemacht hat und dem die größten Internet-Porno Marken angehören. So zum Beispiel PornHub, YouPorn und die gesamte Playboy Online-Präsenz.
Wenn wir mit der Pornografie jemals ein faires Spiel haben wollen, bräuchten wir eine Welt der wirklichen Chancengleichheit, sowie in dieser Welt festgelegte und transparente Spielregeln. In solch einer Welt könnte das Spiel an sich sogar mit Macht zu tun haben, ohne unfair zu sein. Weil es dann tatsächlich ein Spiel wäre.
Neben der Ausrede des Spiels, für die Akzeptanz unseres Frauenfeindlichen Status Quo, gibt es auch die Idee, dass Pornografie nichts als Fantasie sei. Doch eine Fantasie findet niemals in der Realität statt, denn dann ist sie keine Fantasie mehr, sondern Realität und echtes Leben.
In der Art und Weise wie Pornografie heute gelebt wird und seit ihrem Aufkommen immer gelebt wurde, haben wir weder Voraussetzungen von Gleichheit, noch haben wir Regeln auf irgendeiner Ebene, noch haben wir innerhalb der Videos freie dialektische Verhandlungen darüber, was okay ist und was nicht und wir haben auch keine Transparenz darüber, was hinter der Kamera passiert.
Wir haben also Scheiße auf allen Ebenen.
Diese Scheiße ist nicht das Äquivalent sexueller Freiheit, sondern diese Scheiße ist das Äquivalent männlicher Freiheit und weiblicher Unterdrückung. In Pornografie werden männliche Fantasien ausgelebt, das heißt von Männern fantasiert und an Frauen ausgelassen.
Die Enttäuschung der Männer wäre groß, wenn eine weibliche „Freiheit“ tatsächlich mal zu einer weiblichen Freiheit werden würde, deren Endergebnis nicht ist, dass eine Frau Schwänze lutscht.
Diese Gesellschaft füttert uns Frauen mit Bildern und Geschichten, darüber wie wir angefasst zu haben werden (grob und schmerzhaft), nennt das Freiheit und wir glauben das auch noch?
Das kann nur funktionieren, weil wir als Frauen nichts anderes kennen.
Eine wirkliche weibliche Freiheit muss beinhalten, dass wir zwischen verschiedenen Optionen wählen können. Sie muss die Möglichkeit beinhalten, sich gut, kraftvoll, lebendig, sicher und unabhängig zu fühlen.

Da Pornografie wie schon erwähnt nicht in einer gleichen Gesellschaft stattfindet, noch Akte von Gleichheit darstellt und damit keine Voraussetzungen für ein faires Spiel liefert, Pornografie dabei auch vollkommen intransparent in ihren Entstehungsbedingungen ist und auf keiner Ebene statische Regeln aufweist, wage ich zu behaupten dass die Pornografie kein Spiel in dieser Gesellschaft ist. Sondern bitterer Ernst.
In der Pornografie werden Männerfantasien bittere Realitäten für Frauen.
Diese Realitäten fördern wiederum Fantasien in den Konsumierenden und dadurch wird die Pornoindustrie zu einer riesigen „Fantasiemaschine“ in dieser Gesellschaft.
Denn wir wünschen uns was wir kennen und wir kennen das, was wir uns wünschen.

Die Fantasien von Männern sind Realitäten für Frauen- das ist die Unterdrückung die innerhalb der Pornografie stattfindet und das ist die Unterdrückung die in unserer Gesellschaft stattfindet.
Wir müssen nur einmal mit gesunder Naivität darüber nachdenken, für wen Frauen sich ihre Brüste operieren lassen. Und wie sich das anfühlen muss, die Brüste aufgeschlitzt zu kriegen, nur damit da ein Plastikkissen reingestopft werden kann. Wahrscheinlich extrem schmerzhaft.
Die bittere Realität des weiblichen Menschen ist vor Allem Schmerz. Schmerz, der ihr nicht abgekauft wird. Stattdessen wird ihr verzweifelt die Hand vor den Mund gehalten durch das lächerliche Mantra ihrer emotional begründeten Subjektivität. -Obwohl Austausch das Leben an sich ist und die Grundvoraussetzung dafür ist Subjektivität.
Die weibliche Perspektive ist eine, die sich selbst relativiert und die die eigene Subjektivität anerkennt. Dadurch öffnet sie sich anderen und findet die Zugänge, die dem Mann verschlossen bleiben. Jedenfalls solange er seine Subjektivität als Objektivität begreift. Solange er sich als absolut und die Frau als relativ zu ihm begreift.

In der Pornografie werden die wichtigsten Grundvoraussetzungen weiblichen menschlichen Lebens kollektiv und andauernd angegriffen:
Und zwar unsere körperliche und psychische Unversehrtheit.
Uns wird unsere Würde in einer Welt genommen, welche wir zur Hälfte bevölkern, beleben und erleben.
Andrea Dworkin sagte zum Verhältnis von Fantasie und Pornografie:
„Menschen sprechen über Pornografie als eine Form der Fantasie. (…) Es ist Teil der Bemühungen eines Pornografen, zu verstecken, was er wirklich tut im realen Leben. Sie ermutigen Menschen das Wort „Fantasie“ zu nutzen für wirkliche Verhaltensweisen, die in Wirklichkeit passieren, in der realen Welt. Eine Fantasie ist etwas, das in deinem Kopf passiert. Sie findet nicht außerhalb deines Kopfes statt. Sobald jemand ein Szenario ausagiert, was auch immer das für eines ist, dann ist es ein realer Akt in der Welt. Es ist reales Verhalten mit realen Konsequenzen für reale Menschen. Es war ein sehr brillanter Schachzug der Pornografie-Propaganda-Kampagnen diese Industrie als eine Industrie der Fantasie zu charakterisieren. (…) Es ist die größte Beleidigung anzunehmen, dass das was realen Menschen passiert nur im Kopf der Konsumenten stattfindet.“ (Against Pornography: The Feminism of Andrea Dworkin, documentation Oct. 1991)

Das was innerhalb von Pornovideos fabriziert wird, ist nichts als gefilmte Realität. Fantasie und Spiel, als Beschreibungen für die vorherrschende Mainstream-Pornografie sind billige Ausreden des Patriarchats. Als hätte es uns nicht schon immer mit billigen Ausreden und Verantwortungsverschiebungen auf die unteren Ränge gedrückt.
Doch was ist nun mit den Konsumierenden der Pornos?
Mit der Verbreitung der Internetpornografie glich sich in den letzten Jahren das Geschlechterverhältnis derjenigen, die konsumieren stark an.
Außerdem werden die Konsumierenden im Schnitt immer jünger.
Das führt direkt zu den realen Auswirkungen der Pornografie auf diejenigen, die sie sich anschauen: Es ist nicht schwer zu erraten, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass wir uns sexuell auf bestimmte Fantasien zubewegen, wenn wir Pornografie konsumieren. Sowohl Jungs als auch Mädchen, Frauen und Männer.
Wenn der Prozess sich weiter so entwickelt, wie er es seit dem Aufkommen der Pornografie tut, dann können wir damit rechnen, dass Menschen sich mit ihren Suchtgehirnen weltweit auf immer extremere Frauenverachtung konditionieren. Bis wir es vielleicht endlich hinter uns haben. Bis diese frauenverachtende Gesellschaft endlich hat was sie eigentlich möchte:
Die Versklavung der Hälfte der Menschheit. Revolutionär.
Doch auch Sklavinnen lösen anscheinend noch Aggressionen bei Männern aus, vielleicht wegen dem Fakt, dass egal wie fest ein Mann die Fesseln einer Frau zieht, dieser weibliche Mensch immer noch nicht besessen werden kann. Denn sie besitzt so etwas wie ein zentrales Nervensystem, das unabhängig von dem eines Mannes existiert. Nervig.
Und ein Herz das schlägt, welches nur stört, wenn man nie gelernt hat ihm zuzuhören. Wegen all den nervigen Unannehmlichkeiten denen Männer im Leben mit Frauen ausgesetzt sind, könnte man vielleicht denken, eine Erlösung für den Mann läge in der massenweisen Tötung von Frauen! Neu ist das Phänomen von Femiziden jedenfalls nicht. Denn was haben sie sonst verdient? Diese dummen Drecksviecher mit dem Sperma in der Fresse?
Eine Feministin könnte nun einwerfen, dass Frauen eventuell das Gegenteil von Erniedrigung verdient haben könnten. Doch wenn man diesen nervigen Gedanken verfolgt, müssten aus ihm konsequenterweise Verhaltensänderungen resultieren.
Außerdem müsste man über Pornografie nachdenken und darüber, was das reale Verhältnis zwischen Pornokonsumierendem und der Pornoindustrie wirklich ist.
Eine konkrete Interaktion zwischen den beiden Parts ist, dass Konsumierende aktiv die Industrie unterstützen, die hinter alldem steckt. Sie finanzieren die Ausbeutung, die gezeigt wird und sie hinterlassen Datenspuren, von denen der nächste Trend abgeleitet wird.
Doch der einzige Bewertungsmaßstab für pornografische Trends ist wie bei anderen Konsumartikeln nur „mehr“ „härter“ und „extremer“.
Aber da die Menschen in den Pornos natürlich keine Waren sind- wenn wir Waren sehen wollen würden, dann würden wir uns Kondomwerbung angucken- hat das Betrachten dieses „härteren“, „extremeren“ Wahnsinns Auswirkungen auf unsere menschlichen Psychen, wie natürlich auf die Psychen derer, die vor der Kamera ficken und gefickt werden.
Der ausschlaggebende Punkt, warum die Pornografie unsere Psyche beeinflusst, ist dass wir uns mit den Darstellern und Darstellerinnen identifizieren. Das ist der ganze Trick und der ganze Zauber, der dabei stattfindet. Die Pornoindustrie ist über die Zeit ihrer Existenz immer unmenschlicher geworden und unsere Gesellschaft zerstört sich selbst, wenn wir sie nicht ändern.
Wenn wir Pornos gucken füttern wir eine Maschine die wir als patriarchale Gesellschaft selbst geschaffen und geduldet haben mit unseren reflexhaften Entscheidungen.
Diese Entscheidungen sind nichts als die letzten Reste präfrontaler, also menschlicher Regung und bestehen nur darin, welches Material wir konsumieren.
Das einzige wiederum, was die kapitalistische Maschine aus unseren sowieso schon limitierten Konsum-Entscheidungen macht, ist darauf zu schließen, dass das Material was uns jetzt schon nicht befriedigt (denn warum sonst gibt es Millionen von Videos?) noch extremer werden sollte.
Bei so viel emotionaler Dummheit von Algorithmen, die für den Zweck des Profits arbeiten, könnte man erleichtert sein. Ha! Die uns analysierende, kapitalistische Maschine wird nie an unseren wirklichen menschlichen Sehnsüchte heran kommen! Wir könnten froh darüber sein, wie schlecht die Pornoindustrie uns wirklich versteht aber nur wenn wir nicht verstehen, dass sie uns genau deswegen in unseren menschlichen Möglichkeiten betäubt, verstümmelt und lähmt. All das passiert in dieser Gesellschaft vor unseren offenen Augen, die auf Bildschirme starren, welche uns deshalb verwirren, weil sich das Internet privat anfühlt, aber öffentlich ist.
Weil es sich als Medium unreal anfühlt, aber sich hinter den Pixeln wirkliche Menschen und Geschichten verbergen.

Eine weitere Behauptung, die die Diskussion über Pornografie verunklart ist die, dass Pornos sich in ihrer Wirkung nicht von „normalen“ Filmen unterscheiden würden. Inwiefern das an sich überhaupt ein Argument für Pornografie sein soll ist mir unklar, denn die Auswirkung von Filmen auf unser Handeln ist statistisch in vielen Studien nachgewiesen worden.
Das Prinzip des sozialen Lernens beschränkt sich nicht auf Situationen, die direkt und live vor uns stattfinden.
Warum ich mir aber sicher bin, dass Pornografie eine noch viel größere und tiefere Auswirkung als andere Filme hat, ist der offensichtliche Fakt, dass Menschen in der Regel dazu masturbieren.
Wir erleben also körperliche und psychische Extremmomente in Verbindung mit diesem Material.

Ich finde es ist der logischste Gedanke überhaupt, davon auszugehen, dass durch die massenweise, unkontrollierte, verschwiegene Verbreitung von Pornografie Frauen und Mädchen Haltungen von sexueller Unterwürfigkeit und Jungs und Männer Haltungen von Brutalität entwickeln. Das auch noch ohne dass es irgendwer mitbekommt oder mitbekommen will.
Die Freiheit des Marktes, die die Pornoindustrie nutzt entspricht nicht menschlicher Freiheit und der Teppich unter dem sich dieses ganze gesellschaftliche Drama abspielt, ist ein Teppich aus Scham. Wir sollten ihn definitiv lüften.

Wenn man die Pornoindustrie als das anerkennt, was sie heute ist:
ein unhinterfragtes, frauenfeindliches, Geld generierendes System, das mit unseren tiefsten Gefühlen interagiert, dann müssen Taten an diesem System radikal sein. Auf der persönlichen wie auch politischen Ebene. Ein Weg zu mehr feministischer Radikalität kann der sein, dass wir alte feministische Ikonen wiederbeleben, damit wir den Faden des Kampfes für eine wirkliche weibliche Freiheit nicht verlieren. Die Schriftstellerin, unglaubliche Rednerin und AntiPorno Aktivistin Andrea Dworkin hat in ihrem Lebenswerk einen großen Schatz an Gedanken und Analysen hinterlassen, den wir als neue Generation von FeministInnen aufgreifen können und meiner Meinung nach aufgreifen müssen, wenn wir nicht anfangen wollen uns innerhalb der Frauenbewegung im Kreis zu drehen.

Ein Einstieg in das Thema könnte diese Doku über sie und ihre politische Arbeit als militante Feministin sein. Ich finde die Kraft dieser Frau immens und sie rüttelt mit ihren Worten an grundlegenden Schieflagen meiner weiblichen Selbst- und Fremdwahrnehmung, meiner Grundvoraussetzung für meine Handlungen, was ich extrem schätze.

Heilige Huren

„Schrecklich wie die Mädels heutzutage rumrennen, die haben gar keinen Respekt vor sich selber.“ Diesen Satz habe ich erst letztens wieder von irgendeinem Typen in einer Berliner Kneipe gehört. Ich hätte fast gekotzt.
1. Weil es zum Kotzen ist 2. Weil mir so viele Worte im Hals stecken geblieben sind.
Dieser Satz spiegelt ein Denkmuster, dem man ständig über den Weg läuft, nämlich die Aufteilung von uns Frauen in „billige“ und „gute bzw. teure“ Frauen. Dieses Denken ist in weiten Teilen Normalität und steckt in extrem vielen Männer- als auch Frauenköpfen.
Dass das eine extrem patriarchale Denkweise ist, die eine ganz bestimmte Grundwahrnehmung von Frauen als Objekten und Männern als Subjekten voraussetzt, will ich hier analysieren.

Diese Art der Analyse der Geschlechterverhältnisse stammt ursprünglich von Simone de Beauvoir, die schon 1949 in ihrem Buch „das andere Geschlecht“ beschrieben hat, wie Frauen in patriarchalen Gesellschaften systematisch als „das Andere“ also als Objekte verstanden werden.
Die Begriffe Subjekt und Objekt verwende ich hier in ihren Grundlegenden Bedeutungen:
Ein Objekt ist immer das was betrachtet wird. Also von Grund auf passiv, fremd und das Andere. Mit dem Objekt wird etwas gemacht, das Subjekt hingegen macht.
Das Subjekt ist aktiv und beschreibt das Objekt, bewertet es und macht alles Mögliche mit ihm. Eigentlich wie das Subjekt und das Objekt in der Grammatik.
Da Männer im öffentlichen Leben nun mal seit Ewigkeiten und bis heute viel präsenter sind als Frauen, hat sich ein männlicher Blick als die Normalität eingestellt. Besonders anschaulich (haha) ist das Problem mit dem männlichen Blick in der Filmbrange. 85% der 580 im Bundesverband Regie (BVR) registrierten Regisseurinnen sind Männer. (aus: Wo sind eigentlich die Regisseurinnen? von Tagesspiegel.de vom 14.02.2016)
Nicht besser sieht es im internationalen Filmbusiness aus. Laut einer Studie der Annenberg School for Communication and Journalism an der Univeristy of Southern California, Los Angeles, waren nur 3,3% der RegisseurInnen Frauen, von den 1223 in der Studie berücksichtigten RegisseurInnen. Die Studie untersuchte die Geschlechterverhältnisse rund um die 100 erfolgreichsten Filme der Welt aus den Jahren von 2007 bis 2017.
Besser sieht es im aktuellen Bundestag aus, der zu 31% aus Frauen besteht, aber gleich ist das Verhältnis auch dort noch lange nicht. Interessant wäre vielleicht auch die Frage, wie viel Prozent der Putzkräfte im Bundestag eigentlich Frauen sind.
Das Muster der ungleichen Machtverteilung zieht sich durch die ganze Gesellschaft und über die ganze Welt wie ein klebriger Kaugummi. Es setzt sich in Gesetzen fest, findet Ausdruck in Mehrheitsverhältnissen von Regierungen, in Verteilungen von Professuren, in Gehaltsunterschieden. Außerdem in Gewalt und Abhängigkeit in unseren vermeintlich so individuellen Liebesbeziehungen.
Diese Dominanz der Männer nenne ich ganz klassisch Patriarchat. Das Patriarchat ist kein Hirngespinst und kein herbei theoretisiertes Etwas. Es ist eine Machtverteilung mit dem Aufhänger des Geschlechts. Wäre das Geschlecht niemals als relevanter Unterschied festgestellt worden, vielleicht hätte sich eine Machtungleichheit aufgrund von Haarlänge, Nasenform oder Fingernagellänge eingestellt? Leute mit langen Fingernägeln können besser Beeren pflücken und schlechter Speere halten, habe ich mal gehört!
Ein Hauptmerkmal des Patriarchats ist, dass die männliche Perspektive die Dominante ist. Die relevante welche die weibliche Perspektive verschluckt, in dem sie Frauen automatisch nur von Außen sieht, als Objekt. Je mehr die Frau in der Öffentlichkeit beschrieben wird, betrachtet wird und als das andere auf die Bildfläche tritt, desto weniger existiert dieser öffentliche Raum für ihre Subjekthaftigkeit und ihre eigenen Beschreibungen über sich selbst.
Die Frau als Objekt hat auch bestimmte Eigenschaften die aber wie ein Aufkleber von außen kommen und nicht aus ihr selbst entspringen. Denn wie soll das auch passieren, wenn im großen Stil über die Frau geredet wird, viel mehr als dass sie selbst redet?

Wehren wir uns gegen die Zuschreibungen, die mit dem männlichen Blick einhergehen, ist es einfach uns dafür zu beschämen. Die Dominanz der angeblichen Objektivität liegt der männlichen Abwertung dabei schon Inne. Es braucht viel Kraft um sich gegen eine dominante Realität zu wehren und die eigene dagegen zu setzen.

Ein weiterer Automatismus neben der Abwertung von Frauen die sich nicht Männergerecht verhalten, ist die Belohnung die eine Frau erhält, wenn sie sich klassisch weiblich verhält. Das heißt in vorauseilendem Gehorsam ihre Objekthaftigkeit lebt und damit automatisch einhergehend ihre Subjekthaftigkeit verschluckt. Also ihre Wünsche, Ansprüche und Bedürfnisse. Eben alles was aus ihr selbst kommt.

Worum es mir in nun geht ist zu beschreiben, wie wir als Objekte in einem Verwertungssystem begriffen werden. Wir sind in den heutigen patriarchalen Gesellschaften nicht nur Objekt, sondern sind Objekt auf einem Markt. Das ist leider nicht nur eine Abstraktion, man sieht dieses Verhältnis deutlich im Phänomen der Prostitution.
In Deutschland soll es laut hochgerechneten repräsentativen Umfragen und laut Einschätzungen der Prostituierten Organisation Hydra zwischen 200.000-400.000 Prostituierte geben, von denen circa 95% Frauen sein müssen.
Leider gibt es keine wirklich belastbaren Zahlen, da die Erhebung der Daten sehr schwierig ist. Aber was allen klar ist: Es gibt viele Prostituierte in Deutschland und die meisten sind Frauen.
Prostitution ist nicht vom Himmel gefallen sondern ist Symptom einer Schieflage von Macht. Diese Schieflage hat solch eine Universalität, dass sie eine schwer zu durchbrechende Normalität darstellt. Diese weltweite Norm der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zeigt sich in Indien, wo Frauen kaum allein auf die Straße gehen können und systematisch weibliche Föten abgetrieben werden. Sie zeigt sich im US-Staat Alabama oder in unserem Nachbarland Polen, wo Abtreibungen verboten sind. In Deutschland, wo der Paragraf 219a „Werbung“ für Abtreibungen verbietet. In Somalia wo annähernd alle Frauen Opfer von Genitalverstümmlung sind. In islamischen Diktaturen wie Saudi Arabien in denen Frauen wie lebende Gespenster herumlaufen müssen und aller menschlichen Würde beraubt sind. Im Iran wo Frauen der Tod durch Steinigung droht, wenn sie sich bei einer Vergewaltigung nicht ausreichend wehren. Wo Ehemänner das niedergeschriebene Recht besitzen, ihre Frau zu vergewaltigen. In der Schweiz wo bis 1971 Frauen nicht wählen durften. In Deutschland wo die Frau bis 1977 den Mann um Erlaubnis bitten musste um zu Arbeiten und wo bis 1997 Vergewaltigung in der Ehe kein Strafbestand war. Die Ungleichheit zeigt sich in der Pornoindustrie, in der Prostitution und in Kinderehen. Die Frau, die objektifiziert wird ist kein Hirngespinst von Feministinnen und auch nicht, dass Objekte gekauft werden können.
Eine solch frauenfeindliche Realität wirkt sich natürlich auch auf die Art und Weise aus, wie wir denken und unsere Umgebungen und uns selbst wahrnehmen. Daher zurück zum Thema des Slutshamings:
Im Mainstream Gerede trifft man häufig auf die Bewertungskategorie in der eine ehrenwerte Frau einer billigen Frau gegenübersteht. Meist geht es dabei im weitesten Sinne darum, wie eine Frau sich sexuell verhält.
Was hinter dieser Dichotomie steht ist die Annahme, dass in eine „gute Frau“ von männlicher Seite aus viel investiert werden muss, um sie ins Bett zu kriegen und in die „billige Frau“ wenig.
Die ewig wiederholte Erzählung der billigen Frau findet man zum Beispiel im ganzen Genre des Hip Hop: Eine billige Nutte die Schwänze lutscht und die an Wert verliert, je öfter sie benutzt wird. Als sei sie ein Ding das verbraucht wird. Ihre Abnutzung ist dann wiederum ein Beweis für ihre schlechte Qualität als Ware.
Man findet die „billige Frau“ in Filmen und Büchern und immer wieder und vor allen Dingen in unzähligen Köpfen. In Köpfen die denken und sagen:
„Schrecklich wie die Mädels heutzutage rumrennen, die haben gar keinen Respekt vor sich selber.“
Diese Aussage ist offensichtlich kein Appell dafür, dass Frauen mehr Respekt vor sich selber haben sollten. Dem ich natürlich zustimme würde, auch wenn man Ursache und Wirkung nicht verwechseln sollte.
Alle sollten mehr Respekt vor Frauen haben und der Part von uns Frauen müsste dabei sein, verinnerlichten Disrespekt zu überwinden.
Dafür brauchen wir den sturen Glauben daran, dass wir einen Wert haben, den uns niemand nehmen kann. Wir müssen radikal und unermüdlich daran glauben dass wir Würde, Wert und Stärke besitzen und dass niemand auf der Welt das Recht hat uns so zu behandeln, als sei das nicht so.
Etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig, wenn wir ein schönes Leben haben wollen. Frauen müssen für sich selbst kämpfen und sich unermüdlich gegenseitig unterstützen, denn Männer werden es nicht tun. Frauen müssen für sich und füreinander sprechen, denn sonst wird das niemand tun. Das ist das Wesen von Selbstermächtigung und wir können es durch nichts ersetzen. Viele finden heute, das sei nicht fair und aus Solidarität sollten auch Männer sich für Frauen stark machen. Aber auf die darf man sich nicht verlassen, auf männliche Solidarität kann man sich nicht verlassen. Wenn man es könnte, dann gäbe es kein Problem. Dominanz ist nicht nett und deshalb sollten wir es auch nicht mehr sein!
Wir sollten also Respekt vor uns selbst haben und vor anderen Frauen und Mädchen. Wir sollten es zumindest unaufhörlich versuchen und zwar auf allen Ebenen. Das Ziel muss sein kontinuierlich und konsistent schwesterliche Solidarität männlicher Aufmerksamkeit vorzuziehen.
Weil wir eigene Menschen mit inhärentem menschlichem Wert sind, der es verdient hat begriffen zu werden. Von uns selbst und von unseren Schwestern, Müttern, Freundinnen.

Doch in der Aussage von diesem dummen Typen steckt natürlich nicht, dass Frauen sich bitte wertvoller fühlen sollen und sich selbst vom männlichen, wertenden Blick befreien sollen. Sondern was dieser Typ eigentlich sagen wollte ist, dass Frauen wieder mehr Respekt vor Männern haben sollten.
Dass sie nicht so rumvögeln sollen, nicht so aufreizend sein sollen und dass sie sich sexuelle Bestätigung, denn das ist anscheinend alles woraus die weibliche Sexualität besteht, bitte nicht bei so vielen unterschiedlichen Männern holen sollen. Wenn eine Frau sich das bei unterschiedlichen Männern holt ist das auch der Grund warum Männer sich von einer billigen Hure, Schlampe, Nutte, Bitch, Slut, Hoe angegriffen fühlen und sie ständig abwerten müssen. Das Objekt gehört nämlich nicht einem allein.
Die Worte, die den Prinzipien von billig und teuer folgen, kommen daher dass die „billige Frau“ sich von vielen „nehmen“ lässt was ihren Wert als Ware, also als erwerbbares Objekt senkt.
Der Wert der Ware Frau sinkt also, wenn sie viel zu Verfügung steht.

Frauen die mit vielen Männern Sex haben (wobei viel sehr relativ ist) disrespektieren den einzelnen Investor. Denn sie lassen sich nicht besitzen, jedenfalls nicht von einem einzelnen Mann.
Doch auch wenn wir als Frauen mit vielen Typen Sex haben, heißt das noch lange nicht dass wir automatisch befreit sind. Wir können ohne es zu merken immer noch im Patriarchat gefangen sein, das uns alle in seiner perfiden Gewalt einsperrt.
Denn was ist die Freiheit einer Frau, in einer Kultur die von Männern gestaltet wird? In einer Sex und Pornokultur, die von Männern gestaltet wird? Vielleicht doch die Freiheit der Männer? Die Mädchen und Frauen heute endlich ausnutzen können ganz ohne einen verächtlichen Blick der katholischen Mama zu ernten?
In einer verzweifelten Suche nach dem eigenen Wert als Subjekt können wir uns in einer Gesellschaft verlieren, die uns diesen Wert nie wirklich zugestanden hat.
Wir können anfangen die Abwertung, die eine Objektifizierung mit sich bringt, als Aufwertung zu verstehen. Als Frauen können wir unsere Leben damit verbringen nach Menschlichkeit in Männern zu suchen, die einen weiblichen Körper nicht als menschlich begreifen. Die eine Frau als tote Ware begreifen, die Subjekte mit Objekten verwechseln. Die Leben mit Tod verwechseln.
Dabei verpassen Männer das halbe Leben auf der Erde und wir Frauen verpassen das ganze, wenn wir nicht radikal unsere Menschenwürde herstellen und an ihr festhalten. (Mathe… passt!)

Doch nicht nur Frauen die verloren sind in einem Sumpf aus Objektifizierung werden von dieser Gesellschaft in die Schublade der „billigen Schlampe“ gesteckt. Sondern auch die unter uns, die bereits stark sind und wissen was sie wollen.
Diese beiden Versionen der weiblichen Sexualität sind sehr schlimm für den Standard sexistischen Mann, denn er verliert die Kontrolle über die Frau.
Der Widerspruch dabei ist: Frauen treten Männern auf den Schlips, obwohl sie immer noch abhängig sind. Aber nicht von dem einen Investor, sondern von Männern an sich. Männer die einem bestätigen, wie gut sexuell verwertbar man doch ist. Das funktioniert nur, weil in unserer männlich geprägten Welt der offensichtlichste Zugang zur weiblichen Sexualität der Umweg durch männliche Sexualisierung ist.
Es ist einfacher sich durch männliche Objektifizierung schön zu fühlen, anstatt selbst zu fühlen. Es ist psychisch einfacher gesehen zu werden anstatt selbst zu sehen. Projiziert zu werden anstatt da zu sein.

Auf der anderen Seite gibt es nun wie gesagt die als billig verurteilte Frau, die bereits starkes Subjekt ist. Sie tritt dem Standard sexistischen Mann mit ihrem Verhalten doppelt auf die Füße.
Sie ist in sexistischen Augen immer noch billig und eine Schlampe, denn keiner versteht was wirklich vor sich geht: Sie bewertet Männer nach ihrem weiblichen Blick, setzt klare Ansprüche und lebt in Freiheit.
Doch in einer Normalität von Frauen als Objekten, die erstanden werden müssen und dann den Käufer schmücken wie ein Auto oder eine Uhr, ist das nicht angemessen kategorisierbar. Also wird auch diese Frau automatisch zu einer Schlampe, einer Hure. Einer Dorfmatratze. (Lustigste Version!)
Also das Subjektsein der starken Frau wird nicht als solches erkannt. Vielmehr wird das Subjekt Frau in eine Kategorie gestopft, die Frauen nur als Objekte kennt. Diese Kategorie entspringt dem männlichen Blick, der schon so lange der dominante ist.
Nun will ich noch kurz das scheinbare Gegenstück zur „billigen Frau“ darstellen: Die teure, heilige, reine, gute Frau. Innerhalb dieses Denksystems das sie verinnerlicht hat und mitbetreibt, ist sie ein passives Objekt und hat ihren Objektstatus internalisiert. Sie verschluckt ihre Subjekthaftigkeit und unterdrückt sich selbst.
Das ist natürlich nichts als eine Form des psychischen Überlebens in einer Welt voll männlicher Bewertungen. Es ist eine individuell sehr verständliche Art von Anpassung und Weiblichkeit. Eine verständliche Art von Tragik.
Eine Frau die diesen Weg geht, tritt den Sexisten leider nicht mal ein bisschen auf die Füße. Denn sie hat sich trotz ihrer Passivität etwas bewahrt, das sie zu einer potentiell treuen und gleichzeitig wertvollen Ware macht.
Sie hat sich das „Nein“ als Instrument bewahrt. Damit kann sie sehr effektiv ihren Wert steigern, denn wenn sie schwer zu haben ist, muss der Mann viel in sie investieren. Sie ist somit teurer und nach kapitalistischer Logik deshalb auch wieder mehr wert.
Es gibt viel Nachfrage, doch die heilige, gute Frau gibt sich nicht so leicht her. Das Angebot ist also klein und die Nachfrage groß. Je konsequenter ein Mädchen oder eine Frau das durchzieht, desto reiner ist sie und kann sich an einer Illusion von Kontrolle benebeln. (Ich spreche aus Erfahrung!)
Doch diese Art der Entscheidungen bleiben zwanghaft, wie in einem Korsett und erfüllen nur den Zweck den eigenen „Preis“ zu steigern.
Dadurch steigen wir nicht aus dem System aus, das uns überhaupt erst als Ware wahrnimmt. Sondern wir leben es und unterstützen es.
Durch dieses halbbewusste Spiel aus Investition und Wertsteigerung zwischen Männern und Frauen stammt wohl auch das gefährliche männliche Denken von: „Nein heißt ich muss mehr investieren, Nein heißt nur noch nicht ja.“
Eine weitere Handlungsoption neben dem „Nein“ die Mädchen und Frauen in dieser von vorneherein misslichen Lage haben ist die, dass wir Konkurrentinnen abwerten können. Andere Frauen seien billig, wir hingegen seien „nicht so eine“. Die „heilige Frau“ wird also auch noch zur aktiven Komplizin in dieser Unterdrückung der weiblichen Sexualität.
Das perfide an diesem ganzen Konzept ist, ist dass es ursprünglich das Denken von patriarchalen Männern ist.
Die Kategorien der heiligen oder auch der billigen Frau sind natürlich absolut unreal.
Daher ist der Übergang zwischen einer „guten, heiligen, teuren“ Frau und einer „billigen“ Frau auch absolut willkürlich. Die Grenzen werden im Endeffekt von den dominanten Männern im Leben der Frauen gezogen. Ob es Freunde, Brüder, Väter oder Bekannte sind. Oder von den dominanten Frauen, die es für die verinnerlichten Männer tun.
Das ganze Spiel aus Wertsteigerung und Entwertung ist nichts als ein degradierender Marktplatz der in unseren Köpfen stattfindet. Dieser Marktplatz macht Frauen untereinander zu Feindinnen.
Aber vielleicht gibt es doch eine Frau, die diesen ganzen Wettbewerb tatsächlich gewonnen hat. Die man als absolut wertvoll bezeichnen kann! Die ewige Jungfrau, die heilige Mutter Gottes, die unbeschmutzte und einzigartig unbefleckte Mutter Maria! Moralisch einwandfrei empfing sie sogar einen Sohn und gebar diesen heiligsten Heiland der Welt, der wohl am wenigsten Hurensohn von allen Männern war, die jemals existierten.
Aber noch mal Klartext: Ob nach zwei Stunden oder 2 Jahren, nichts von beidem ist heiliger oder ehrenwerter als das andere! Nichts ist billiger oder teurer, denn diese Kategorien sind an sich falsch, weil Menschen keine Waren sind, weil Frauen keine Objekte sind.
Eine Frau kann nicht billig sein und sie kann nicht teuer sein, denn das sind die Beschreibungen für kaufbare Objekte. Sie beschreiben ein Subjekt, eine Frau niemals in Wirklichkeit. Im Kern kann sie sich immer nur selbst beschreiben, sich selbst definieren, ihr Leben gestalten und dadurch hoffentlich das werden, was sie ist.
Etwas neues, etwas eigenes. Eine kollektive Überraschung, die wir noch nicht kennen! Jedenfalls noch nicht in wirklicher Freiheit.